Es gibt verschiedene Barcodearten:

Im Handel: EAN 8 und EAN 13,
Handel und Logistik : EAN 128,
Medizin : Codabar, 2 aus 5
Industrie : 2 aus 5, Code 39, Code 128.

Man wählt einen Barcode nach den Anforderungen aus, wobei u.a. folgende Fragen bedacht werden sollten:

Was soll codiert werden (Inhalt)?
Wie soll codiert werden?
Wie groß kann der Barcode gedruckt werden?
Wie sicher soll der Barcode sein?
Auf welchem Medium wird der Barcode ausgegeben?
Wie wird der Barcode gelesen?
Wie beständig muß der Barcode sein?

Kennwert der Informationsdichte: Breite einer Ziffer bei einer Modulbreite von 0,5mm und einem Druckverhältnis von 1 : 3.

 

Kurze Vorstellung der gängigsten Barcodetypen:

EAN8 / EAN13 Numerischer Vierbereiten-Code
  • Darstellbare Zeichen: 0 - 9.
  • Darstellung: Jedes Zeichen hat die 11-fache Modulbreite.
  • Informationsdichte: hoch
  • Besonderheiten: Es stehen 10 verschiedene Größen zur Verfügung (definiert).
  • Die offizielle EAN (Europäische ArtikelNummer) wird von der CCG (Centrale für Coorganisation) in Köln vergeben und verwaltet.

Codabar Numerischer Zweibreiten-Code mit 6 zusätzlichen Sonderzeichen

  • Darstellbare Zeichen: 0 - 9,+, -, :, /, ., $.
  • Darstellung: Jedes Zeichen wird mit 7 Elementen (4 Striche, 3 Lücken) dargestellt,Die Lücke zwischen den einzelnen Zeichen enthält keine Information.
  • Informationsdichte: niedrig. (6mm - 7mm)
  • Druckverhältnis: 1 : 2,25 bis 1 : 3.
  • Besonderheiten: Es stehen vier verschiedene Start-/Stopzeichen zur Verfügung (A, B, C, D).

Code 2 of 5 Standard Numerischer Zweibreiten-Code

  • Darstellbare Zeichen: 0 - 9.
  • Darstellung: Jedes Zeichen wird mit 5 Strichen (2 breiten und 3 schmalen) dargestellt. Die Lücken tragen keine Informationen.
  • Informationsdichte: niedrig. (7mm)
  • Druckverhältnis: 1 : 2 bis 1 : 3.
  • Besonderheiten: "Anspruchslos", daher sind große Drucktoleranzen möglich.

Code 2 of 5 interleaved Numerischer Zweibreiten-Code

  • Darstellbare Zeichen: 0 - 9.
  • Darstellung: Jedes Zeichen wird mit 5 Elementen (2 breiten und 3 schmalen) dargestellt: Das erste Zeichen aus Strichen, das zweite nur aus Lücken, das dritte wieder aus Strichen usw. Das erste Element des zweiten Zeichens (Lücke) steht unmittelbar hinter dem ersten Strich des ersten Zeichens, die Zeichen sind 'ineinander geschoben'. So ist nur eine gerade Anzahl Zeichen darstellbar.
  • Informationsdichte: hoch. (9mm / 2 = 4,5mm)
  • Druckverhältnis: 1 : 2 bis 1 : 3.
  • Besonderheiten: Start- und Stop-Zeichen bestehen aus nur zwei Elementen, daher Gefahr von Fehl- bzw. Teillesungen. Vorbeugung: Prüfziffer und/oder feste Codelänge beim Scannen sowie mehrfache Codeüberprüfungen. Sonst sehr unanfällig und sicher.

Code 39 Alphanumerischer Zweibreiten-Code

  • Darstellbare Zeichen: 0 - 9, A - Z, $, -, +, /, ., %, , .
  • Darstellung: Jedes Zeichen besteht aus 9 Elementen: 5 Striche und 4 Lücken, 3 breit und 6 schmal.
  • Informationsdichte: niedrig. (8 mm)
  • Druckverhältnis: 1 : 2 bis 1 : 3.
  • Besonderheiten: Alphanumerisch, es können 26 (Groß-)Buchstaben dargestellt werden. Über Zeichenkombinationen können weitere Zeichen dargestellt werden.

Code 128 Alphanumerischer Vierbreiten-Code

  • Darstellbare Zeichen: Voller ASCII-Zeichensatz (über 3 Zeichensatztabellen, die mit speziellen Zeichen ausgewählt werden können).
  • Darstellung: Jedes Zeichen besteht aus 3 Strichen und 3 Lücken in vier verschiedenen Breiten (1- bis 4-fache Modulbreite) mit einer Gesamtbreite von 11 Modulen.
  • Informationsdichte: relativ hoch (5,5 mm)
  • Besonderheiten: Kann den gesamten ASCII-Zeichensatz nur mittels dreier Zeichentabellen darstellen. Sonderzeichen und Startzeichen steuern die Auswahl der Tabellen. Eine Mischung innerhalb eines Codes ist möglich. So sind auch Umlaute darstellbar.
  • Benötigt stets eine Prüfziffer.

EAN 128 Code 128 mit spezieller Startzeichenkombination.

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